Glossar

KI (Künstliche Intelligenz)

KI (Künstliche Intelligenz) ist der Oberbegriff für Systeme, die Aufgaben lösen, die üblicherweise mit Wahrnehmen, Sprache, Planen oder Entscheiden verbunden werden. Nicht jedes KI-System lernt aus Beispielen — ein trainiertes Modell ist nur eine (aktuell besonders erfolgreiche) Untergruppe davon.

Ein Beispiel: Der Spamfilter in deinem Postfach entscheidet, welche Mail Werbung ist, ohne dass du ihm das je erklärt hast. Solche Entscheidungen stecken heute meist in einem Modell, dessen Zahlenwerte aus vielen markierten Beispielmails stammen. Ein Filter aus wenigen von Hand geschriebenen Wenn-dann-Regeln ist dagegen ein gewöhnliches Programm. Regelbasierte KI meint große Regelsammlungen, die wie Expertensysteme das Wissen von Fachleuten nachbilden.

Nicht verwechseln mit einem riesigen Regelbuch: Viele stellen sich KI als Sammlung von Regeln vor, die Fachleute Zeile für Zeile aufgeschrieben haben. Dieses Bild hat es tatsächlich gegeben: Frühe Expertensysteme bestanden im Kern aus Wenn-dann-Regeln. Die trainierten Modelle, um die es heute meist geht, enthalten dagegen keine lesbaren Regeln, sondern eingestellte Zahlen. Wie diese Zahlen zustande kommen, beschreibt der Eintrag maschinelles Lernen.

Wo du dem Begriff begegnest: In Nachrichten und Debatten über Technik, bei Chat-Assistenten wie ChatGPT, auf Produktseiten von Smartphones und Software und bei Funktionen, die Texte übersetzen oder Fotos sortieren. Gemeint ist dabei fast immer ein trainiertes Modell, auch wenn der Begriff selbst viel breiter ist. Als Werbewort wird „KI“ außerdem recht großzügig verwendet. Es lohnt sich deshalb, genauer hinzusehen, was hinter einer Funktion tatsächlich steckt.

Kurz eingeführt in „Programm, Algorithmus, Modell im Vergleich“.

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